July 15, 2007

Webzweinullen Sie schon?

Jetzt müßte ich wissen, was Sie für einen Job machen, damit ich Ihnen zeige, wie Web2.0 diesen und Sie gleich mit verändern wird. Gleich vorweg: wenn Sie das interessiert, dann pingen Sie mich einfach an und wir diskutieren das durch. Fürs erste gehen wir hier zusammen ein paar Jobs exemplarisch durch…

Sind Sie im Bereich Wissensmanagement unterwegs, Anbieter oder Nachfrager, Projektleiter oder Betroffener? Vergessen Sie alles, was da bisher gelaufen ist – es funktioniert ja ohnehin nicht. Wissen ist nun einmal etwas, das im Kopf jedes einzelnen ist. Und das kommt nicht raus und schon gar nicht in der Struktur und Form und Geschwindigkeit und Vollständigkeit wie es andere gerne hätten. Da können Sie noch so viel investieren und motivieren, projekten und milestonen: der Erfolg ist marginal.

Und jetzt drehen Sie sich bitte mal um 180°. Was sehen Sie da im Netz? www.wikipedia.org, die Enzylopädie, an der jeder, der es möchte, mitschreibt. Und sie ist umfangreicher, besser und aktueller als jedes noch so genau recherchierte Nachschlagewerk von sogenannten Experten.

Was liegt also näher als ein Wiki im eigenen Unternehmen einzusetzen! Und Sie werden sehen: eine gute Unternehmenskultur vorausgesetzt machen die MitarbeiterInnen mit und es entsteht tatsächlich so etwas wie ein gemeinsames (Unternehmens-)Wissen.

Sind Sie Journalist, Redakteur, Zeitungsherausgeber?
Dann schnallen Sie sich schon mal an! Stellen Sie sich vor, es gibt am Netz viele Individuen in einer „Community“. Jeder stellt Nachrichten, die er spannend findet, ins Netz, jeder hat die Möglichkeit mit Daumen rauf / Daumen runter zu „voten“, ob er diese Nachricht für wichtig erachtet oder nicht. Tja, und die Nachricht mit den meisten Stimmen ist dann automatisch die Schlagzeile. Unrealistisch? Schauen Sie mal zum Beispiel auf www.digg.com, die zeigen es schon vor. Als guter Journalist werden sie auch als solcher erkannt werden, als Herausgeber können Sie die LeserInnen in einer aktiven Rolle an sich binden. Also auf zu neuen Möglichkeiten!

Sind Sie im Marketing tätig, in einer Agentur oder für ein Unternehmen?
Wenn Sie in einer Agentur sind, können Sie natürlich ihrem Auftraggeber nicht sagen, dass er sich viel Geld sparen kann, wenn er nicht mehr über Sie Werbung in die klassischen Medien schaltet sondern das Internet viral und mit buzz nutzt. Sie würden sich ja die Provisionen selbst rausschießen. Und wenn Sie auf der Auftraggeberseite sind, dann sollten Sie die Blogger ncht übersehen, die in der Community was zu sagen haben. Sie werden positives und negatives schreiben. Sie sollten versuchen die Community aktiv für Ihr Unternehmen zu begeistern. Aber da muss Ihre Geschäftsführung auch mitspielen und vielleicht ebenfalls zum Bloggen anfangen.
Wenn Sie meinen, Blogs spielen keine Rolle, dann surfen Sie mal auf www.technorati.com vorbei und machen Sie sich selbst ein Bild.

Sind Sie in der IT unterwegs – als Techniker, Entwickler, Projektleiter, Servicemitarbeiter?
Stellen Sie sich vor, die Applikationen sind alle im Netz, werden an zentralen Stellen gewartet und erweitert. Das Aufspielen von Änderungen auf Millionen PCs in den Netzwerken der Firmen entfällt.

Da gibt es nur zwei Wege: entweder Sie arbeiten dann bei den Firmen „in den Zentren“, die die Applikationen entwickeln oder rund um die Uhr laufen lassen - oder aber Sie haben keinen Job mehr. Und das kann schneller kommen als wir meinen. Die Frage ist nicht, welches Betriebssystem oder welches Office-Produkt gewinnt, sondern wer es schafft Anwendungen am Netz weltweit zur Verfügung zu stellen. Diesen Trend sehen Sie schön an www.mindmeister.com zum Erstellen von Mindmaps oder www.meebo.com zum Verwalten aller Ihrer Instant Messaging Services am Web, oder an den sogenanten Mashups, die verschiedenste Inhalte des Web individualisiert zur Verfügung stellen, wie z.B. www.pageflakes.com, www.netvibes.com oder www.google.com/ig.

Sind Sie eigentlich selbst im Netz?
In Businesskontakt-Plattformen wie www.xing.com oder www.linkedin.com zum Beispiel? Oder in Communities wie www.myspace.com oder www.friendster.com? Speichern Sie Ihre Webseiten, die Sie sich merken wollen, im Web ab und tauschen diese mit anderen aus wie z.B. auf http://del.icio.us oder www.mister-wong.com?

Sie wollen lieber anonym bleiben und keine Spuren am Netz hinterlassen? Verstehe!
Dann wird Sie aber auch niemand finden, auch die Guten nicht.

Sie wollen anfangen? Dann lade ich Sie ein. Machen Sie einen direkten Kontakt z.B. auf Xing und fangen wir an, unsere gemerkten Webseiten auszutauschen.
Meine sehen Sie auf http://del.icio.us/cleeb.

1 comment:

  1. Eine del.icio.us Liste von Christian Leeb ist wie Weihnacht und Neujahr zusammen. Nur die Web 2.0 sachen die du erwähnst , sind eher 1.8 oder so. Ich darf mir erlauben dich auf www.aka-aki.de aufmerksam zu machen , über twitter.com zu reden (the service everybody loves to hate) , bei dem mir so gut gefällt , dass auf der einfachsten aller Dienste ( was machen sie JETZT in 140 Zeichen ausgedrückt) mittlerweile über 300 Applikationen aufsetzen. Und einen Kalender im Web "Rememberthemilk.com " zu nennen ist ja schon fast Web 2.1 ( Effizienz mit dem "Twinkle in the eye" ) :-D

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